Um 1900

Am heutigen Standort der Kohl-Gruppe AG befindet sich eine Gerberei – später wird daraus eine Tischlereigenossenschaft.

1910

Die Tischlerei brennt völlig nieder.

1920

Grundstück wird an Dr. Martin Böhme, Berlin, verkauft. Gründung der „Gehre Dampfmesser GmbH“. Max Gehre gilt als Pionier der Wärmemesstechnik. In Treuenbrietzen werden Durchflussmengenmesser für Gas, Dampf und Flüssigkeiten gefertigt.

Sumplex Mengenmesser | Dr. Kroeber & Sohn GmbH
Sumplex Mengenmesser | Dr. Kroeber & Sohn GmbH

1933

Konkurs der „Gehre Dampfmesser GmbH“. Neugründung als „Dr. Böhme & Dr. Kroeber GmbH“ mit gleichem Produktionssortiment.

Kroeber M4 | Dr. Kroeber & Sohn GmbH
Kroeber M4 | Dr. Kroeber & Sohn GmbH

1935

Erneuter Konkurs. Neugründung als „Dr. Kroeber & Sohn GmbH“ mit ca. 120 Beschäftigten. Das Produktionssortiment wird erweitert u.a. mit Wasserstandsanzeigern, Druckmanometern, kleinen Verbrennungsmotoren und Teilen für das Brandenburger BMW-Motorenwerk.

Messgerätewerk Treuenbrietzen
Messgerätewerk Treuenbrietzen

1948

Enteignung und Überführung in das „Volkseigentum“ als „VEB Messgerätewerk Treuenbrietzen“ mit ca. 160 Beschäftigten. Das Produktionsprogramm der Vorkriegszeit wird weitergeführt. 

Bis 1957

Es werden ca. 300 Mitarbeiter beschäftigt. Die Produktion wird ergänzt mit hydraulischen Reglerblöcken, Temperaturmessgeräten, Ölspaltfiltern und Wasserdosierungsgeräten. 

1958

Eingliederung als Betriebsteil 6 in die „VEB Geräte- und Reglerwerke Teltow“.

1959 – 1966

Die Zahl der Mitarbeiter wächst kontinuierlich bis auf ca. 390 Beschäftigte. Die Firma wird ausgebaut. Neue Gebäude kommen hinzu. Für die Mitarbeiter werden soziale Einrichtungen geschaffen. Das Produktionssortiment wird umfangreich erweitert durch Geräte für den Anlagenbau, wie z. B. pneumatische Stellmotore, Schwingtische, Impulsgeber oder Kraftmessumformer. 

Temperaturregler
Temperaturregler

1968 – 1975

Die Zahl der Mitarbeiter wächst auf ca. 450 Beschäftigte. Neue Gebäude kommen hinzu. Die Fertigungstechnik wird ergänzt und modernisiert. Zum Produktionssortiment kommen neu hinzu u. a. Ursapond-Bauteile, ein neuer hydraulischer Reglerblock und als Konsumgüterproduktion Temperaturregler und Benzinrasenmäher.

1977 – 1987

Die Zahl der Beschäftigten wächst auf ca. 645 Mitarbeiter an. Übernahme des Betriebsteiles Treuenbrietzen des VEB Elektrowärme Belzig. Das Produktionssortiment wird erweitert mit der Produktion u. a. von Temperaturreglern für Automatikkochplatten, Signaltechnik für die Reichsbahn und WSSB Berlin, Laborstelltrafos, Zugmagneten.

1986/1987 Verlagerung vom Stammbetrieb Teltow der PZ80-Fahrzeugeinrichtungen und der Gleismagneten für die Reichsbahn. Produktion von ca. 8 Mio. Temperaturreglern in 32 Typen. Der erste Rasenmäher mit Heckauswurf „R400“ wird produziert.

1990

Ausgliederung aus dem VEB GRW Teltow und Beginn der Treuhandverwaltung. 

Dezember 1990 Unterzeichnung des Kaufvertrages mit der Treuhand durch die Herren Wolfgang Ohrem, Köln, als Haupteigentümer und Volker Kempa, Michendorf, rückwirkend zum 1.Juli 1990. Das gesamte Produktionssortiment ist durch den Wegfall von Märkten geprägt und steht auf dem „Prüfstand“. Neue Absatzmärkte werden gesucht und es werden zielgerichtet neue Strategien entwickelt.

Die Entwicklung nach 1990 ist ein neues Kapitel für den Industriestandort in der Leipziger Straße 109 a. 

1991

  • Entwicklung einer eigenen Rasenmähergeneration mit Elektro- und Benzinantrieb
  • Bau einer neuen Fertigungshalle mit 8.200 qm Fläche und  Zentralisierung der Verwaltung
  • Aus der NC-Fertigung in der Zerspanung und der Stanzerei für Temperaturregeler wird das Profitcenter „Technische Dienstleistung“ gebildet  und zielgerichtet auf dem Zulieferermarkt akquiriert

1992

  • ca. 320 Beschäftigte                       
  • Gründung der Stanztech Treuenbrietzen Blechformteile GmbH mit der
  • Firma Brüninghaus & Drissner aus Hilden als Mitgesellschafter Verlagerung der Kleinstanzerei von VW Braunschweig nach Treuenbrietzen und damit Fokussierung auf die Automobilindustrie
  • nach Wegbruch sämtlicher Märkte Einstellung der Temperaturreglerfertigung          

1993

Die Leistungsfähigkeit wird mit der Zertifizierung nach der Qualitätsnorm DIN ISO 9001 unterstrichen.

1994

Fokussierung der Unternehmensstrategie auf 5 Sparten: 

  • Stanztechnik
  • Mechanische Bearbeitung
  • Bahntechnik
  • Rasenmäher 
  • Montagen
  • Montage von Modulen für die Postverteilung (bis 2005)

1995

  • Verlagerung der Ersatzteilfertigung für Hochspannungstechnik von Siemens Wattenscheid nach Treuenbrietzen
  • Montage von Brotschneidemaschinen für die Fa. Rösen & Robbert (bis 2000)

1996

  • ca. 220 Beschäftigte
  • Einstellung der Rasenmäherfertigung wegen Unwirtschaftlichkeit
  • Verselbständigung der bisherigen Sparten als Profitcenter in GmbH
  • neben der Stanztech entstehen die GTMB Metallteilfertigung GmbH, die GTB Bahntechnik GmbH, die GTSE Stromverteilungsanlagen GmbH, die GTMF Güterverteilungsanlagen GmbH, Gerätewerk TBR Verwaltung GmbH  
  • Investition des ersten Schweißroboters und Fertigung der ersten Schweißbaugruppe für VW
  • Stanztech wird  Systemlieferant

1998

  • Investition des ersten 400 t Stanz- und Umformautomaten in der Stanztech für 950.000 DM

2001

Die Unternehmensgruppe erhält eine zukunftsgerichtete neue Organisationsstruktur. Die Kohl-Gruppe AG wird eine Holdinggesellschaft mit den Tochtergesellschaften in Treuenbrietzen und Köln. Alleinige Aktionäre sind Wolfgang Ohrem und Volker Kempa. 

2003

  • ca. 300 Beschäftigte
  • Hallenerweiterung um weitere 2200 qm, Verbesserung der Logistik
  • Verlagerung der mechanischen Bearbeitung von ABB Ratingen nach Treuenbrietzen in die GTMB
  • Umzug der Bahntechnik in eine renovierte Halle
  • Investition des ersten 630 t Stanz- und Umformautomaten in der
  • Stanztech in Höhe von 1.900.000 Euro 

2006

  • Neubau einer Fertigungshalle für die mechanische Bearbeitung der GTMB mit einer Fläche von 2250 qm
  • Modernisierung der ehemaligen PZB Halle und Einzug des Werkzeugbaus der Stanztech 

2006 – 2009

Weitere Investitionen in CNC-Werkzeugmaschinen, 630 t Stanzautomaten und Schweißroboter im Umfang von ca. 12.000.000 Euro.

2007

  • ca. 340 Beschäftigte
  • Erweiterung der Fertigungshalle GTMB um 750 qm nach Übernahme und
  • Eingliederung der Firma Kaminski aus Werder mit 15 Mitarbeitern 

2008 – 2009

  • Der Standort ist von der allgemeinen Wirtschaftskrise mit einem Umsatzrückgang von bis zu 40 Prozent betroffen
  • Durch intensive  Anstrengungen aller Mitarbeiter wurde die Krise überwunden und das Stammpersonal gehalten 

2010

Die Stanztech GmbH  bildet mit der Umform- und Fügetechnik Eisenach und  er Kohl-Group Polska die Sparte Automotive der Kohl-Gruppe und tritt gemeinsam am Markt auf. 

2011

  • Übernahme der kompletten Drehfertigung vom Siemens Schaltwerk Mittelspannung Berlin mit 4 CNC - Drehmaschinen  durch die GTMB
  • Beginn der Fertigung von Ausleiterrohren für Siemens SE Berlin in der GTSE GmbH 

2012

  • ca. 415 Beschäftigte
  • erneute Erweiterung der Fertigungshalle GTMB um 1034 qm Fertigungs- und Lagerfläche sowie 216 qm Sozialräume für die Mitarbeiter         
  • Modernisierung Heizungsanlage          
  • Einbau einer 900 qm Reinraumhalle in eine bestehende Halle für die Siemens-Ausleiterfertigung der GTSE GmbH 

2013

Der Versandbereich der Stanztech vergrößert sich. Um der Vielfalt der Kundenanforderungen auch für die Zukunft Rechnung zu tragen, wurde der gesamte Versandbereich saniert und zeitgleich nahezu verdoppelt. Damit stehen nun insgesamt 3 parallele Ladebrücken für LKW´s zur Verfügung.

2014

Weitere Messmöglichkeiten werden bei der Stanztech geschaffen. Durch die Investition in ein neues Oberflächenmessgerät und ein weiteres Härtemessgerät werden die messtechnischen Möglichkeiten erweitert, um auch zukünftig den höheren Kundenanforderungen nachzukommen