Chronik zum Industriestandort
Leipziger Straße

Heute: Standort Treuenbrietzen der Kohl-Gruppe AG

1920

Gründung der „Gehre Dampfmesser GmbH“. Max Gehre gilt als Pionier der Wärmemesstechnik. In Treuenbrietzen werden Durchflussmengenmesser für Gas, Dampf und Flüssigkeiten gefertigt.

Kompressorenfertigung 1932
Kompressorenfertigung 1932

1933

Konkurs dieser Firma. Neugründung als „Dr. Böhme & Dr. Kroeber GmbH“ mit gleichem Produktionssortiment.

1935

Erneuter Konkurs. Neugründung als „Dr. Kroeber & Sohn GmbH“ mit ca. 120 Beschäftigten. Das Produktionssortiment wird erweitert u.a. mit Wasserstandsanzeigern, Druckmanometern, kleinen Verbrennungsmotoren und Teilen für das Brandenburger BMW-Motorenwerk.

Werksansicht 1950
Werksansicht 1950

1948

Enteignung und Überführung in das „Volkseigentum“
als „VEB Messgerätewerk Treuenbrietzen“ mit ca. 160 Beschäftigten. Das Produktionsprogramm der Vorkriegszeit wird weitergeführt.

Bis 1957

Es werden ca. 300 Mitarbeiter beschäftigt. Die Produktion wird ergänzt mit Hydraulischen Reglerblöcken, Temperaturmessgeräten, Ölspaltfiltern, Wasserdosierungsgeräten.

Bis 1958

Eingliederung als Betriebsteil 6 in die „VEB Geräte- und Reglerwerke Teltow“.

1959 bis 1966

Die Mitarbeiterzahl wächst kontinuierlich bis auf ca. 390 Beschäftigte. Die Firma wird ausgebaut. Neue Gebäude kommen hinzu. Für die Mitarbeiter werden soziale Einrichtungen geschaffen. Das Produktionssortiment wird umfangreich erweitert durch Geräte für den Anlagenbau, wie z. B. pneumatische Stellmotore, Schwingtische, Impulsgeber, Kraftmessumformer.

1968 bis 1975

Die Mitarbeiterzahl wächst auf ca. 450 Beschäftigte. Die Fertigungstechnik wird ergänzt und modernisiert. Zum Produktionssortiment kommen neu hinzu u. a. Ursapondbauteile, ein neuer Hydraulischer Reglerblock und als Konsumgüterproduktion Temperaturregler und Benzinrasenmäher.

Fräsbearbeitungszentrum 1987
Fräsbearbeitungszentrum 1987

1977 bis 1987

Die Beschäftigtenzahl wächst auf ca. 645 Mitarbeiter an. Übernahme des Betriebsteiles Treuenbrietzen des VEB Elektrowärme Belzig. Das Produktionssortiment wird erweitert mit der Produktion u. a. von Temperaturreglern für Automatikkochplatten, Signaltechnik für die Reichsbahn, Laborstelltrafos, Zugmagneten.

1986/1987

Verlagerung vom Stammbetrieb Teltow der PZ80-Fahrzeugeinrichtungen und der Gleismagneten für die Reichsbahn. Produktion von ca. 8 Mio. Temperaturreglern in
32 Typen. Der erste Rasenmäher mit Heckauswurf „R400“ wird produziert. 

1990

Im Juni 1990 Ausgliederung aus dem VEB GRW Teltow und Beginn der Treuhandverwaltung. Gründung der Gerätewerk Treuenbrietzen GmbH. Im Dezember 1990 Unterzeichnung des Kaufvertrages mit der Treuhand durch die Herren Wolfgang Ohrem, Köln, als Haupteigentümer und Volker Kempa, Michendorf, rückwirkend zum 01.07.1990. Das gesamte Produktionssortiment ist durch den Wegfall von Märkten geprägt und steht auf dem „Prüfstand“. Neue Absatzmärkte werden gesucht und es werden zielgerichtet neue Strategien entwickelt.

1991

Entwicklung einer eigenen Rasenmähergeneration mit Elektro- und Benzinantrieb. Bau einer neuen Fertigungshalle (Gebäude 5, 22 und 24) mit 8.200 qm Fläche und  Zentralisierung der Verwaltung in Gebäude 4. Aus der NC-Fertigung in der Zerspanung und der Stanzerei für Temperaturregler wird das Profitcenter „Technische Dienstleistung“ gebildet und zielgerichtet auf dem Zulieferermarkt akquiriert.

1992

Gründung der Stanztech Treuenbrietzen Blechformteile GmbH mit der Firma Brüninghaus & Drissner aus Hilden als Mitgesellschafter; Verlagerung der Kleinstanzerei von VW Braunschweig nach Treuenbrietzen und damit Fokussierung auf die Automobilindustrie nach Wegbruch sämtlicher Märkte. Einstellung der Temperaturreglerfertigung. Am Standort werden 320 Mitarbeiter beschäftigt.

1993

Die Leistungsfähigkeit wird mit der Zertifizierung nach der Qualitätsnorm DIN ISO 9001 unterstrichen.

1994

Fokussierung der Unternehmensstrategie auf fünf Sparten:

  • Stanztechnik
  • Mechanische Bearbeitung
  • Bahntechnik
  • Rasenmäher
  • Montage von Modulen für die Postverteilung

1995

Verlagerung der Ersatzteilfertigung für Hochspannungstechnik von Siemens Wattenscheid nach Treuenbrietzen. Montage von Brotschneidemaschinen für die
Fa. Rösen & Robbert.

1996

Einstellung der Rasenmäherfertigung wegen Unwirtschaftlichkeit. Verselbstständigung der bisherigen Sparten als Profitcenter in GmbH's. Neben der Stanztech entstehen die GTMB Metallteilfertigung GmbH, die GTB Bahntechnik GmbH, die GTSE Stromverteilungsanlagen GmbH, die GTMF Güterverteilungsanlagen GmbH, Gerätewerk TBR Verwaltung GmbH als Verwaltungsgesellschaft; 220 Mitarbeiter.

Investition des ersten Schweißroboters und Fertigung der ersten Schweißbaugruppe für VW; Stanztech wird Systemlieferant.

1998

Investition des ersten 400 t Stanz- und Umformautomaten in der Sparte Stanztech für 950.000 DM.

2001

Die Unternehmensgruppe erhält eine zukunftsgerichtete neue Organisationsstruktur. Die Kohl-Gruppe AG wird eine Holdinggesellschaft mit den Tochtergesellschaften in Treuenbrietzen und Köln. Alleinige Aktionäre sind Wolfgang Ohrem und Volker Kempa.

2003

Hallenerweiterung um weitere 2.200 qm, Verbesserung der Logistik, Verlagerung der mechanischen Bearbeitung eines großen Energieanlagenbauers nach Treuenbrietzen in die GTMB. Umzug der Bahntechnik in die renovierte Halle 25. Investition des ersten 630 t Stanz- und Umformautomaten in der Stanztech in Höhe von 1.900.000 Euro. Es werden 300 Mitarbeiter beschäftigt.

2006

Neubau einer Fertigungshalle (Geb. 13) für die mechanische Bearbeitung der GTMB mit einer Fläche von 2.250 qm. Modernisierung der ehemaligen PZB Halle (Geb. 23) und Einzug des Werkzeugbaus der Stanztech.

2006 bis 2009

Weitere Investitionen in CNC-Werkzeugmaschinen, 630 t Stanzautomaten und Schweißroboter im Umfang von ca. 12.000.000 Euro.

2007

Erweiterung Gebäude 13 der GTMB um 750 qm nach Übernahme und Eingliederung der Firma Kaminski aus Werder mit 15 Mitarbeitern.

2008 bis 2009

Der Standort ist von der allgemeinen Wirtschaftskrise mit einem Umsatzrückgang von bis zu 40 % betroffen. Durch erfolgreiches Krisenmanagement in Verbindung mit Einführung der Kurzarbeit kann das Stammpersonal vollständig gehalten und die Krise überwunden werden.

2010

Die Stanztech GmbH bildet mit der Umform- und Fügetechnik Eisenach und der Kohl Group Polska die Sparte Automotive der Kohl Gruppe und tritt gemeinsam am Markt auf.

2011

Übernahme der kompletten Drehfertigung vom Siemens SchaltwerkMittelspannung Berlin mit vier CNC-Drehmaschinen  durch die GTMB. Beginn der Fertigung von Ausleiterrohren für Siemens SE Berlin in der GTSE GmbH.

2012

Erweiterung der Halle 13 für die GTMB GmbH um 1.034 qm. Fertigungs- und Lagerfläche und 216 qm Sozialräume für die Mitarbeiter. Modernisierung Heizungsanlage. Einbau einer 900 qm Reinraumhalle in die bestehende Halle 24 für die Siemens-Ausleiterfertigung der GTSE GmbH. Am Standort werden 365 Mitarbeiter beschäftigt.

2013

Der Versandbereich der Stanztech vergrößert sich. Um der Vielfalt der Kundenanforderungen auch für die Zukunft Rechnung zu tragen, wurde der gesamte Versandbereich saniert und zeitgleich nahezu verdoppelt. Damit stehen nun insgesamt 3 parallele Ladebrücken für LKW´s zur Verfügung.